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Anschlusswoche
Montag 9.05.05
Der Tag beginnt mit der Morgenwäsche in einer Lagune und einem deftigen Frühstück, das wir bei den Anstrengungen auch brauchen sollten. Nach einer Wartezeit starten die Teams wieder zeitlich versetzt: auf 2 Seilen über den Fluss, auf den Berg, von dem man sich in eine Höhle abseilen konnte. Dabei war der Einstieg durch einen Überhang erschwert und es ging die ganze Zeit zwischen 2 Felsen herunter, zwischen denen nur 1,50m Platz war. Aber unten wartete schon der Führer und führte das Team durch das Höhlensystem zu der Lagune die auch für die Morgenwäsche benutzt wurde. Hier sollte eine ca. 30kg schwere Steele (=Steinplatte) aus 3m Tiefe geborgen werden und die Maya-Schriftzeichen mit einem Alphabet entschlüsselt werden. Schon die Bergung war richtig anstrengend, da man die Steele tauchend immer nur stückchenweise bewegen konnte, aber auch die Entzifferung unter Zeitdruck (für Bergung und Entzifferung hatten die Teams 12min Zeit) stellte eine Herausforderung dar, die nicht alle Teams schafften. War die Zeit vorbei, musste die Steele wieder an derselben Stelle versenkt werden.
Weiter ging es zu neuen Koordinatenpunkten, weiteren Höhlen (diesmal ohne Wasser, dafür aber mit Fledermäusen), in denen eine weitere Steele gefunden werden musste. Und es ging steil bergauf in den Dschungel zu einem Punkt, an dem Batterien für einen eventuellen Nachteinsatz gefunden werden mussten. Zurück im Camp ging es nur, um den nächsten Hinweis zu folgen, der die Teams mehrere Kilometer in die entgegengesetzte Richtung führte – wieder mehrfach durch den Fluss und zu dem Becken/Fluss mit Vertikalseil von gestern. Hier musste jedoch erst schwimmmend die Nachricht auf einem Diktiergerätband gefunden werden, das die Teilnehmer wiederum das Seil hochschickte, diesmal um Viba-Energy-Riegel zu finden. Auf dem Weg zurück ins Camp sollten noch von jedem Teilnehmer Termiten gegessen werden und dies auf Foto festgehalten werden. Bei der Ankunft im Camp wurde die Zeit genommen und die Teilnehmer konnten sich bei einer Tüte Trekking-Essen stärken, bevor es mit Guides auf eine 3stündige Wanderung in das Höhlensystem ging, hin zu den Opferstätten der Mayas. In diesen Opferstätten wurden verschieden Arten von Opfern gebracht: von Lebensmitteln über Blutopfer des Priesters bis hin zu Menschenopfern (von denen Skelette zeugten). Diese Opferhöhlen hatten kathedralenartige Ausmaße und Schönheit. Es war ein unvergesslicher Eindruck. Aber auch der Weg hin und zurück hatte es in sich, denn teilweise ging es durch enge Spalten, Passagen mussten schwimmend überwunden werden, sonst variierte die Wassertiefe von knie- bis brusttief.
Der Abend wurde wieder am Lagerfeuer beendet, an dem wir das Abendessen vom Grill und die Folienkartoffeln genießen konnten.