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Anschlusswoche
Sonntag 8.05.05
Der Tag begann für viele mit einem kurzen Bad im Pool, beim Frühstück wurde dann der grobe Ablauf bekannt gegeben und kurz noch mal die GPS-Benutzung geschult (wir sollten das in den nächsten Tagen intensiv brauchen).
Endlich ging es los: mit Bus an die Grenze, an der mexikanischen Grenze war nur Passkontrolle, an der belizischen Grenze mussten wir mit kompletten Gepäck durch die Kontrollen. Aber auf der anderen Seite der Grenze wartete schon das nächste Transportgerät:
Allrad-PKW (z.B. Toyota Hilux) in der Pickup-Version, damit wir das ganze Gepäck unterbekamen. Jedes Team bekam ein Auto zugewiesen was es bis Belize City am letzten Tag behalten sollte. Ausgerüstet mit genügend Wasser, gekühlten Getränken und Funkgerät konnte es losgehen: die Roadbooks wurden verteilt. Hier standen jeweils immer die gesamten Aufgaben für den Tag drin und wir konnten losziehen: Koordinaten eingeben und als erstes zum Busbahnhof von Corozal, Koordinaten aufnehmen und weiter: Flughafen suchen. Hier war die Anzahl der Fluglinien gesucht, wir mussten ein Foto mit dem Personal und Piloten machen und die nächste Aufgabe wurde uns nach einem Codewort auf einem MP3-Player ausgehändigt. Über viele Koordinatenpunkte ging es nach Orange Walk – auf der Fahrt quälte uns eine Frage: was verkauft Alonzo? - und in Orange Walk war die Farbe des Polizeipräsidiums und die Warenauswahl von JB & Sons gefragt. Bei Juanita gabs eine weitere Anweisung auf Diktierkassette und nach dem Tanken und der Lösung diverser anderer Fragen (Was transportieren die Laster? Wie heißt die Fabrik?) ging es auf den Old Northern Highway, auf dem wir eine belizische Familie durch neue Batterien für ihre Taschenlampe zu einem gemeinsamen Foto überreden mussten.
Die Holperstrecke des über 40km langen Old Northern Highway zwang nicht nur zu langsamer Fahrweise – sondern auch teilweise zu längeren Pausen: Team 1 durfte in der brütenden Mittagshitze Reifen wechseln. Am Ende des Highways wartete jedoch Erfrischung und ein leckeres Mittagessen im Schatten von Palmendächern.
Eine lange (Teer-)Straßenpassage folgte, in der wiederum eine Frage bewegte, diesmal: was passierte am 20.1.2003? Am Ende dieser bequemen Passage ging es an einem markanten Schild per Hinweis ab auf die Schotterpiste, und auf dieser in Richtung Nationalpark Tapir Mountain Reserve. Wiederum über verschiedene Navigationspunkte, bei dem einer die Aufnahme eines Guides beinhaltete, ging es in den Nationalpark bis zum Parkplatz. Hier war umpacken angesagt, ein Rucksack für 2 Übernachtungen war zu packen. Mit dem ging es dann los, 3x durch den Fluss (war nur knietief, Brücken gibt’s dort nicht) zu einem tieferen Wasserloch. Dort mussten wir komplett rein, ein Seil ca. 4m hoch und aus einer Felswand Batterien entnehmen. Cool. Komplett nass. Das war aber nicht so schlimm, denn die nächste Aufgabe auf dem Weg ins Camp beinhaltete das noch mal: Fluss über Horizontalseil überqueren, Stirnlampen suchen, und über Naturleiter (Stamm mit Auskerbungen), die erst noch hochgezogen werden musste, zurück in Fluss.
Nach einer weiteren ½ h Fußmarsch erreichten wir endlich das Dschungelcamp, wo noch Zelte aufbauen angesagt war. Dann gab es Trekkingmahlzeiten aus der Tüte (einfach Wasser aufgießen und ziehen lassen) und ein gemütliches Lagerfeuer, denn es war schon lange dunkel.
Später in der Nacht hielt Aaron, ein Guide aus diesem Nationalpark, einen Vortrag über den Dschungel, die Mayas und die Höhlensysteme, die wir am nächsten Tag kennen lernen sollten. Mit ihm hatten einige auch noch die Möglichkeit, nachts auf eine kleine Wandertour in den Dschungel zu gehen, denn die Tierwelt dort ist besonders nachts aktiv.