Varta Experience Belize 2005

Mit diesem Artikel versuche ich, die Ereignisse im Mai 2005 kurz zusammenzufassen – und damit alle Erlebnisse noch mal Revue passieren zu lassen. Viele dieser Erlebnisse hat man wahrscheinlich nur einmal im Leben, trotzdem versuche ich die einzelnen Stationen so weit wie möglich wertfrei darzustellen. Damit möchte ich ermöglichen, dass auch andere Teilnehmer (die die Erlebnisse anders gewichten würden) den Artikel weitergeben können und damit viele andere ein Stückchen an unseren Erlebnissen teilhaben können. Auch versuche ich, mich kurz zu fassen, damit es für die Leser nicht zu lang wird – aber das ist aufgrund der Menge der Ereignisse ganz schön schwer und ich bitte um Nachsicht, wenn es nicht immer klappt

WIR – das sind die Teilnehmer (alphabetisch geordnet, die Damen zuerst): Kati, Jenny, Saskia und Tanja sowie Andreas, Christian, Marko, Markus, Stefan, Sven, Tobias und ich, Ralf.

Samstag 7.05.05

Jeder reiste individuell nach Frankfurt an, erster Treff war in einem Kaffee am Flughafen. Von Frankfurt ging ca. 11.00 Uhr der Flieger nach Cancun, Mexiko, Flugzeit ca. 11h. Im Flugzeug feierten wir noch die Geburtstage von Marko und Saskia mit Muffins, Luxemburgerlis und heimlich auch mit Sekt. Filmprogramm war schrecklich, dafür waren die Gespräche umso besser und die Vorfreude ließ sich kaum noch bremsen.

15.30 Uhr mexikanischer Zeit ging der Flieger endlich runter, Hitze umfing uns und wir durften uns erstmal in die endlos lange Schlange der Passkontrolle einreihen. Gepäck holten wir danach ab, Zollkontrolle wurde durch Zufallsgenerator gesteuert: Knopf drücken, Ampel grün: durchgehen, Ampel rot: alles auspacken.

Bis alle draußen am Bus waren vergingen ca. 2h – verlorene Gepäckstücke und lange Schlangen (hatte eigentlich jemand die rote Ampel???) trugen ihren Anteil dazu bei. Dann wurde kurz Bus bestiegen, wir fuhren aus Flughafen raus und stiegen dann in unseren richtigen Bus, der uns nach Chetumal an die Grenze Mexiko-Belize brachte und in dem uns eine Lunchbox und viele gekühlte Getränke – ein Hoch dem mexikanischen Bier – erwarteten.

Die Fahrt dauerte noch mal ca. 5h – dann konnten wir im superschönen Holiday Inn Chetumal Zimmer beziehen, wurden offiziell begrüßt, nahmen einen Begrüßungsdrink und wurden über die Teamaufteilung informiert. Es wurden 4 Teams gebildet, in jedem Team war eine Frau und ein Maya-Spezialist (was einander ja nicht ausschloss).

Der Sonntag, 8.05.05. begann für viele mit einem kurzen Bad im Pool, beim Frühstück wurde dann der grobe Ablauf bekannt gegeben und kurz noch mal die GPS-Benutzung geschult (wir sollten das in den nächsten Tagen intensiv brauchen).

Endlich ging es los: mit Bus an die Grenze, an der mexikanischen Grenze war nur Passkontrolle, an der belizischen Grenze mussten wir mit kompletten Gepäck durch die Kontrollen. Aber auf der anderen Seite der Grenze wartete schon das nächste Transportgerät: Allrad-PKW (z.B. Toyota Hilux) in der Pickup-Version, damit wir das ganze Gepäck unterbekamen. Jedes Team bekam ein Auto zugewiesen was es bis Belize City am letzten Tag behalten sollte. Ausgerüstet genügend Wasser, gekühlten Getränken und Funkgerät konnte es losgehen: die Roadbooks wurden verteilt. Hier standen jeweils immer die gesamten Aufgaben für den Tag drin und wir konnten losziehen: Koordinaten eingeben und als erstes zum Busbahnhof von Corozal, Koordinaten aufnehmen und weiter: Flughafen suchen. Hier war die Anzahl der Fluglinien gesucht, wir mussten ein Foto mit dem Personal und Piloten machen und die nächste Aufgabe wurde uns nach einem Codewort auf einem MP3-Player ausgehändigt. Über viele Koordinatenpunkte ging es nach Orange Walk – auf der Fahrt quälte uns eine Frage: was verkauft Alonzo? und in  Orange Walk war die Farbe des Polizeipräsidiums  und die Warenauswahl von JB & Sons gefragt. Bei Juanita gabs eine weitere Anweisung auf Diktierkassette  und nach dem Tanken und der Lösung diverser anderer Fragen (Was transportieren die Laster? Wie heißt die Fabrik?) ging es auf den Old Northern Highway, auf dem wir eine belizische Familie durch neue Batterien für ihre Taschenlampe zu einem gemeinsamen Foto überreden mussten.

Die Holperstrecke des über 40km langen Old Northern Highway zwang nicht nur zu langsamer Fahrweise – sondern auch teilweise zu längeren Pausen: Team 1 durfte in der brütenden Mittagshitze Reifen wechseln. Am Ende des Highways wartete jedoch Erfrischung und ein leckeres Mittagessen im Schatten von Palmendächern.

Eine lange (Teer-)Straßenpassage folgte, in der wiederum eine Frage bewegte, diesmal: was passierte am 20.1.2003? Am Ende dieser bequemen Passage ging es an einem markanten Schild per Hinweis ab auf die Schotterpiste, und auf dieser in Richtung Nationalpark Tapir Mountain Reserve. Wiederum über verschiedene Navigationspunkte, bei dem einer die Aufnahme eines Guides beinhaltete, ging es in den Nationalpark bis zum Parkplatz. Hier war umpacken angesagt, ein Rucksack für 2 Übernachtungen war zu packen. Mit dem ging es dann los, 3x durch den Fluss (war nur knietief, Brücken gibt’s dort nicht) zu einem tieferen Wasserloch. Dort mussten wir komplett rein, ein Seil ca. 4m hoch und aus einer Felswand Batterien entnehmen. Cool. Komplett nass. Das war aber nicht so schlimm, denn die nächste Aufgabe auf dem Weg ins Camp beinhaltete das noch mal: Fluss über Horizontalseil überqueren, Stirnlampen suchen, und über Naturleiter (Stamm mit Auskerbungen), die erst noch hochgezogen werden musste, zurück in Fluss.

Nach einer weiteren ½ h Fußmarsch erreichten wir endlich das Dschungelcamp, wo noch Zelte aufbauen angesagt war. Dann gab es Trekkingmahlzeiten aus der Tüte (einfach Wasser aufgießen und ziehen lassen) und ein gemütliches Lagerfeuer, denn es war schon lange dunkel.

Später in der Nacht hielt Aaron, ein Guide aus diesem Nationalpark, einen Vortrag über den Dschungel, die Mayas und die Höhlensysteme, die wir am nächsten Tag kennen lernen sollten. Mit ihm hatten einige auch noch die Möglichkeit, nachts auf eine kleine Wandertour in den Dschungel zu gehen, denn die Tierwelt dort ist besonders nachts aktiv.

Montag, 9.05.05

Der Tag beginnt mit der Morgenwäsche in einer Lagune und einem deftigen Frühstück, das wir bei den Anstrengungen auch brauchen sollten. Nach einer Wartezeit starten die Teams wieder zeitlich versetzt: auf 2 Seilen über den Fluss, auf den Berg, von dem man sich in eine Höhle abseilen konnte. Dabei war der Einstieg durch einen Überhang erschwert und es ging die ganze Zeit zwischen 2 Felsen herunter, zwischen denen nur 1,50m Platz war. Aber unten wartete schon der Führer und führte das Team durch das Höhlensystem zu der Lagune die auch für die Morgenwäsche benutzt wurde. Hier sollte eine ca. 30kg schwere Steele (=Steinplatte) aus 3m Tiefe geborgen werden und die Maya-Schriftzeichen mit einem Alphabet entschlüsselt werden. Schon die Bergung war richtig anstrengend, da man die Steele tauchend immer nur stückchenweise bewegen konnte, aber auch die Entzifferung unter Zeitdruck (für Bergung und Entzifferung hatten die Teams 12min Zeit) stellte eine Herausforderung dar, die nicht alle Teams schafften. War die Zeit vorbei, musste die Steele wieder an derselben Stelle versenkt werden.

Weiter ging es zu neuen Koordinatenpunkten, weiteren Höhlen (diesmal ohne Wasser, dafür aber mit Fledermäusen),  in denen eine weitere Steele gefunden werden musste. Und es ging steil bergauf in den Dschungel zu einem Punkt, an dem Batterien für einen eventuellen Nachteinsatz gefunden werden mussten. Zurück im Camp ging es nur, um den nächsten Hinweis zu folgen, der die Teams mehrere Kilometer in die entgegengesetzte Richtung führte – wieder mehrfach durch den Fluss und zu dem Becken/Fluss mit Vertikalseil von gestern. Hier musste jedoch erst schwimmmend die Nachricht auf einem Diktiergerätband gefunden werden, das die Teilnehmer wiederum das Seil hochschickte, diesmal um Viba-Energy-Riegel zu finden. Auf dem Weg zurück ins Camp sollten noch von jedem Teilnehmer Termiten gegessen werden und dies auf Foto festgehalten werden. Bei der Ankunft im Camp wurde die Zeit genommen und die Teilnehmer konnten sich bei einer Tüte Trekking-Essen stärken, bevor es mit Guides auf eine 3stündige Wanderung in das Höhlensystem ging, hin zu den Opferstätten der Mayas. In diesen Opferstätten wurden verschieden Arten von Opfern gebracht: von Lebensmitteln über Blutopfer des Priesters bis hin zu Menschenopfern (von denen Skelette zeugten). Diese Opferhöhlen hatten kathedralenartige Ausmaße und Schönheit. Es war ein unvergesslicher Eindruck. Aber auch der Weg hin und zurück hatte es in sich, denn teilweise ging es durch enge Spalten, Passagen mussten schwimmend überwunden werden, sonst variierte die Wassertiefe von knie- bis brusttief.

Der Abend wurde wieder am Lagerfeuer beendet, an dem wir das Abendessen vom Grill und die Folienkartoffeln genießen konnten.

Di, 10.05.05

Der Tag beginnt wie der Tag zuvor mit einem Bad und einem deftigen Frühstück, danach heißt es Zelte abbauen und alles wieder verstauen – jeder nimmt sein Gepäck wieder mit und wandert zurück zum Auto auf dem Parkplatz.

Dort starten die Teams in den Autos zeitversetzt zur ersten Aufgabe: über verschiedene kleinere Aufgaben wieder zurück zur Straße gelangt, der Straße ein paar Kilometer folgen, noch tanken, dann geht es wieder auf Schotterpisten. José und das Mittagessen bei ihm muss gefunden werden. Das Mittagessen ist lecker und wird auf Gartentischen, von tropischen Pflanzen umrankt, eingenommen. Von hier aus heißt es auch aufsatteln: es geht mit den Pferden weiter: als erstes zum Schlammloch. Hier soll wieder eine Steele geborgen und entziffert werden. Kein Problem – man muss halt in den Schlamm!

Weiter geht es auf dem Pferd über verschiedene andere Aufgaben und Koordinaten (ein ständiges auf- und absteigen...) zu einer kleinen Wanderung, bei der markante Stellen anhand von Fotos gefunden werden sollen und witzig mit dem Team fotografiert werden sollen. Dafür geht es wieder gut ins Gelände, bergauf und bergab.

Ein weiterer kleiner Ritt bringt uns zu einer Mayahöhlen, die ziemlich einfach zu begehen ist, aber wie die anderen Höhlen beim zweiten Hinsehen riesig erscheint.

Weiterreitend erreichen wir nach insgesamt ca. 3h den Endpunkt, von dem aus wir zu Fuß noch eine Nachricht finden müssen, bevor wir nach einem kurzen Endspurt unser Auto erreichen, mit dem es dann offroad zur Five Sisters Lodge geht, unserer Unterkunft für die Nacht. Das ist auch bitter notwendig, nach diesem Tag brauchen wir unbedingt eine Dusche. Die Sachen, die wir auf dem Leib hatten, werden teilweise direkt weggeworfen, sie sind nicht mehr zu retten. Das Abendessen im Restaurant ist vorzüglich und bietet eine willkommene Abwechslung zum Trekking-Tüten-Essen. Ausklingen tut der Tag mit einem Drink an der Bar oder auf der Riesenterrasse.

Mi. 11.05.05

Nach dem Frühstück im Restaurant gab es genug Zeit zu packen und die Sachen im Auto zu verstauen. Die Teams starteten wie immer zeitversetzt und da die Five Sisters Lodge sich auf einem Berg befand, konnten die später startenden Teams im Tal schon sehen, was sie erwartete: eine sehr labil wirkende, ca. 150m lange Hängebrücke über einen See im Tal. Bis dahin waren es ca.150-200 Höhenmeter, die das Team erstmal herunter musste um festzustellen, dass die nächste Nachricht sich an der Reception befand. Also wieder Berg hoch. Danach – wie konnte es anders sein – ging es wieder runter, das ganze Team musste über die Hängebrücke. Einigen sehr wenigen machte die Überquerung keine Probleme, viele hatten zu kämpfen, schafften es aber und einige kämpften und schafften es doch nicht. Da die Brücke nur 1m über dem Wasser war, machte die Notwasserung keine Probleme.

Zurück ging es dann einfacher: nur ein Horizontalseil war zu überwinden.

Um eine Nachricht am Auto abzuholen ging es nochmals den Berg hoch – wenn auch schon langsamer. Der Hinweis dort besagte, dass die Schlüssel zum Auto in einem Gezebo (Pavillon) unten an dem See zu finden sei – also wieder runter. Wer jetzt die Autonummer des Teamfahrzeuges nicht wusste, musste noch mal hoch, damit er den richtigen Schlüssel auswählen konnte. Die Tagesaufgabe war beendet, wenn das Team geschlossen – wieder oben – das Auto anließ.

Als alle Teams die Aufgaben bewältigt hatten, war es so spät, dass die für den Nachmittag geplante Orientierungsfahrt kurzfristig abgesagt wurde und alle im Konvoi sich durch Staub- und Schotterpisten sowie richtig offroad durch Wege mit Baumstämmen und Riesenlöchern und –rinnen (da bleibt man schon mal hängen) durcharbeiteten. Da es dabei richtig spektakuläre Bilder gab, wurden in dieser Passage besonders viele Filme und Fotos von der Presse gemacht.

Das verspätete Mittagessen gab es in einer kleinen Siedlung: Wasser für die Trekking-Mahlzeiten. Nach der Pause ging es noch ca.1h weiter über Schotterpisten und – oh Wunder – Asphaltstraßen und Brücken ohne Geländer oder jedwede Seitenbegrenzung bis kurz vor Caracol. Die letzten 3km wurden von den Teilnehmern zu Fuß fortgelegt, so dass wir kurz vor Sonnenuntergang die Maya-Ruinen von Caracol erreichten und das Dunkelwerden auf der großen Pyramide, der Canaa erleben konnten.

Später wurde das Lager bezogen – in Zelte die schon aufgebaut waren. Das leckere Abendessen von Maria Theresa gab es im „Restaurant“ des Archäologencamps. Hier oder am Lagerfeuer wurde auch der Rest des Abends mit Reden, Austauschen oder Bildern angucken, verbracht.

Do. 12.05.05

Der Tag begann für diejenigen früh, die den Sonnenaufgang auf der Canaa sehen wollten: um 5.15 Uhr. Leider war der Himmel wolkenverhangen und es wurde einfach hell.

Deshalb gingen viele danach noch mal ins Bett bis zum normalen Aufstehen 8.00 Uhr. Nach Frühstück und kurzem Treffen zum Tag geht es schon 9.30 Uhr mit den Teamaufgaben los – der Tag wurde uns als nicht so schlimm versprochen, die Aufgaben sollten nur ca. 2 1/2 h dauern. Als erstes war ein Ballspielfeld mit einem bestimmten runden Stein in der Mitte zu finden. Von dort aus wurden wir zur Canaa geschickt, verschiedene schon aufgenommene Details in der Pyramide finden. Das bedeutete Suchen oder jemanden fragen, der sich damit auskennt (die Guides, die uns begleiteten, sagten leider nichts). Waren alle Motive gefunden, ging es weiter zur Akropolis Süd und dem Wasserloch, das wieder durch eine Seilkonstruktion, diesmal eine bessere Strickleiter, überquert werden musste. Die nächsten Koordinaten führten die Teams sehr weit in den Dschungel hinein, ca. 25min wenn die Strecke gejoggt wurde. Am Ende wartete eine Nachricht auf dem MP3-Player und eine Erfrischung. Erfrischt wurde man aber auch von oben, Es fing richtig an zu regnen, der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre! Dabei war uns versprochen worden, dass wir heute trocken bleiben würden!

Zurück aus dem Dschungel hieß es im A-Komplex mehrere Nachrichten finden und Aufgaben erledigen, bevor es weiter in die Akropolis Süd ging, wo die Schilder D17 und D18 gefunden werden mussten. Gar nicht so leicht!

Und wohin ging es von hier aus? Jawoll, wieder in den Dschungel. Diesmal richtig weit: ca. 1h bis zu einem verborgenen Tempel, wo eine Nachricht auf CD wartete. Diese besagte, dass es nun eine Steele in der Canaa zu finden galt, die zu entziffern und auf dem höchsten Punkt der Pyramide zusammen mit dem Team zu fotografieren war. Also wieder zurück, raus aus dem Dschungel und ruff auf die Canaa (sind ja auch nur 48m....) und die Steele suchen. Sie zu finden war leicht, die Entzifferung schon schwerer und die 25kg auf die Pyramide ganz hoch zu hieven... na ja. War ja die letzte Aufgabe des Tages, hier wurde die Zeit genommen. Team 1, gestartet um 9.30 Uhr, konnte die letzte Aufgabe um 15.26 Uhr beenden.... gut, dass es nur 2 ½ h waren....

Am Nachmittag war ein Vortrag des örtlichen Ausgrabungsleiters geplant – der leider nicht auftauchte. So wurde sich die Zeit mit einem Fußballspiel VARTA (Reporter, Teilnehmer) gegen Einheimische (Guides, Helfer) verbracht, das Belize im Rückspiel gegen die verletzungsbedingt geschwächte deutsche Mannschaft für sich entscheiden konnte.

Das Abendessen war nach Original Maya-Rezept zubereitet: Schweinefleisch war in der Erde gegart worden, dazu gab es Palmenherzen und Bohnen aus ökologischem Anbau. Und natürlich die obligatorischen Tortilla.

Das Ende der Varta Experience kündigte sich an diesem Abend schon durch das Einsammeln von Ausrüstung an...  aber wir sollten die nächsten 2 Tage trotzdem noch intensiv genießen. Später am Abend gab es noch eine kleinere Auseinandersetzung zwischen den Guides, die hierzulande sehr schnell mit der Machete ausgefochten wird.

Der Tag beschloss wiederum mit einer gemütlichen Runde am Feuer.

Fr. 13.05.05

Heute war wieder Zelte abbrechen angesagt, wir verließen die Mayaruinen nach dem Frühstück und dem Packen im Konvoi. Es ging über endlose Schotterpisten nach San Ignacio, wo wir einen kurzen Zwischenstopp hatten. Der nächste Stopp war dann schon Belize City, wo wir noch alle tankten, bevor wir die Autos abgeben mussten. Natürlich mussten sie dazu komplett leer gemacht werden – z.B. mussten auch die Funkgeräte wieder ausgebaut werden und das schwere Gepäck  wurde in einen Bus geladen, der es direkt nach Cancun bringen sollte. Von hier aus ging es mit leichtem Gepäck weiter, denn wir hatten für San Pedro auf der Albergris Caye leider nur einen Tag. Aber was dieser nicht noch bringen sollte: los ging es mit einem Speedboot 1h lang durch die Insellandschaft der Cayes, durch türkisblaues Wasser, hin zu unserem Ziel an diesem Tag: dem Belize Yacht Club in San Pedro, einer wunderschönen Anlagen mit Appartements in kleinen Häuschen, fast alle mit Blick aufs Meer. Vor dem Beziehen der Zimmer gab es sogar noch einen Willkommenstrunk und nach danach nutzten viele die Zeit um im Meer oder Pool schwimmen zu gehen. Doch dann hieß es sich schön zu machen für den Abschlussabend – ein erster Umtrunk an der Bar war für 19.30 Uhr angesetzt. Hier konnten schon die besten Cocktails herausgefunden werden, und Erlebnisse der letzten Tage wurden ausgetauscht. Anschließend gab es als Abendessen ein Buffet unter freiem Himmel – leider mit sehr viel Wind. Da wir direkt am Meer saßen fegte die steife Brise noch über unsere Tafeln hinweg. Deswegen wurde dieser Platz auch bald wieder verlassen und gegen die – windtechnisch – viel ruhigere Bar eingetauscht. Hier fand auch später die Siegerehrung statt, die natürlich mit verschiedenen Danksagungen begann, auch von Seiten der Teilnehmer: die Worte DANKE und VARTA wurden durch Menschenfiguren dargestellt.

Die Siegerehrung bestätigte den Eindruck aller Teilnehmer: ein Team war einfach ein bisschen besser als alle anderen: Team 4, dem Tanja, Andreas und Tobias angehörten. Sie bekamen als Siegerprämie jeweils einen Gutschein über 300€ ausgehändigt, alle anderen gingen aber nicht leer aus: jeder bekam einen Gutschein über 150€ für Varta- und Remingtonprodukte. Den Rest des Abends war feiern angesagt – auch wenn die Hotelbar bald schloss. Dann wurde die Feier halt in den „Jaguar“ eine Disko in San Pedro verlegt, in dem noch bis in die Morgenstunden getanzt wurde.

Sa. 14.05.05

Nicht alle schafften es zu dem tollen Hotelfrühstück – was aber nicht immer daran lag, dass sie als letzte heimgekommen waren - und mussten deshalb vom Aufstehen und Zusammenpacken direkt zum Flughafen.

Auf dem Flughafen bestiegen wir zehnsitzige Propellermaschinen, die uns zum Festland zurückbringen sollten. Der kurze Flug war ein Erlebnis, man hat nicht sehr oft die Gelegenheit in solch kleinen Flugzeugen zu fliegen.

Am Flughafen in Corozal wartete schon der Bus und es war noch kurz Zeit für ein paar letzte Fotoaufnahmen, dann ging es los zur Grenze. Der Zeitplan war eng denn einige mussten am Nachmittag einen Flieger in Cancun bekommen.

Die beiden Grenzübertritte (Ausreise Belize und Einreise Mexiko) kosteten eine Menge Zeit, deshalb gab es bei der weiteren Fahrt nordwärts zum Flughafen Cancun nur eine Stärkung mit Chips, Keksen, Bier und Wasser.

Kurz vor Cancun die Hiobsbotschaft für alle Heimflieger: das schwere Gepäck, das wir gestern in den Bus geladen hatten, wird Cancun nicht vor dem Abflug ihres Flugzeugs erreichen. Wahrscheinlich weil der größere Teil sowieso in Mexiko blieb, wurde diese Nachricht sehr entspannt aufgenommen. Die „Verlängerer“, die eine Anschlusswoche gebucht hatten, blieben einfach auf dem Flughafen und warteten auf ihr Gepäck.

Für die „Heimflieger“ war es Zeit, Abschied zu nehmen – was nicht leicht fiel, denn die Woche gemeinsamer Herausforderungen und Erlebnisse hatte die 12 Teilnehmer zusammengeschweißt. Aber es wird ein Wiedersehen geben – ein Nachtreffen zum Fotos ansehen, zum Auffrischen der Erinnerungen und zum Austauschen der schönsten Erlebnisse ist für den Sommer geplant.